Fragen zum Knochenaufbau

Welche Behandlungsmethoden gibt es bei einem Knochenaufbau?

Für den Knochenaufbau des Kiefers gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. Welche Art von Behandlungsmethode man als Implantologe wählt hängt vor allem von der Art des Knochendefizites ab. Das bedeutet, dass der Kieferknochen entweder zu schmal oder zu niedrig sein kann. Auch von der Region des Knochendefizites hängt die Behandlungsmethode ab, also wo genau, an welcher Stelle im Mund, ob Oberkiefer, Unterkiefer, Front- oder Seitenzahnbereich der Mangel an Knochenmasse sich befindet.

Behandlungstechniken und Methoden für einen Knochenaufbau sind:

  • Sinuslift
  • Nasenbodenelevation
  • Kieferknochenverbreiterung (Bone Spreading und Bone Splitting)
  • Kieferknochenerhöhung (Distraktionsosteogenese)
  • Kieferkamm Augmentation (Auflagerungsosteoplastik mittels Eigenknochen)
  • Trapdoor Technik
  • Socket Preservation

 

 

vor Sinuslift

Vorher

 

 

nach Sinuslift

Nacher

 

Gibt es Risiken beim Knochenaufbau?

Heutzutage wird ein Knochenaufbau schon zu den Routine-Zahnbehandlungen gezählt. Es gibt sehr wenig Risiken, die sehr gering auftreten und diese Art von Zahnbehandlung wird sehr gut vertragen. Wenn man die Beschwerden anschaut nach einem Knochenaufbau, in den meisten Fällen ist es so als hätte man eine Zahnentfernung. Ein sehr geringes Risiko für Komplikation kann natürlich genannt werden, aber es ist mit allen anderen chirurgischen zahnmedizinischen Risiken zu vergleichen.

Was kann ein Risikofaktor beim Knochenaufbau sein?

Natürlich an erster Stelle kann man eine Infektion nennen, die auch bei anderen chirurgischen Eingriffen in manchen Fällen auftreten können. Auch Entzündungen können nach einem Knochenaufbau auftereten oder die Wunde kann nicht richtig heilen. In sehr geringen Fällen kann es auch dazu kommen dass das Knochenersatzmaterial wieder entfernt werden muss, weil es mit dem natûrlichen Knochen nicht verwachsen kann. Die Wahrscheinlichkeit ist aber für solche Fälle sehr gering. Direkt nach dem Knochenaufbau verordnet der Implantologe in den meisten Fällen Antibiotika, so kann man alle Risiken vorbeugen.

Während des chirurgischen Eingriffs vom Knochenaufbau kann es auch dazu kommen, dass die Stelle, die die Nasen und Kieferhöhle voneinander trennt verletzt wird. Das kann mit entsprechenden Techniken direkt versorgt werden. In einigen Fällen kann es dazu kommen dass die Nerven im Unterkiefr beschädigt werden. In diesen Fällen können die Lippen ein vorübergehendes Taubheitsgefühl haben. Nur in wirklich geringen Fällen bleibt dieser Zustand vom Dauer.

Welche Alternativen gibt es zum Knochenaufbau?

Wenn man keine Zahnimplantate möchte, können die klassischen Zahnersätze wie Zahnbrücken, Zahnkronen oder verschiedene Art von Prothesen angefertigt werden. Welcher Zahnersatz verwendet wird ist immer davon abhängig wie die Ausgangssituation ist, ob es ein fehlender Einzelzahn oder eine komplette Zahnlosigkeit oder eine Freiendsituatuon ist.

Bei normalen Zahnbrücken, wo eine Zahnlücke bei der Ausgangsituation es gibt, müssen auch gesunde, kariesfreie Zähne abgeschliffen werden. Wenn man die gleiche Sitaution mit einem oder mehreren Zahnimplantaten löst, bleiben gesunde Zähne erhalten, und Zahnimplantation beugt auch Knochenabbau vor.

Wenn man aber einen implantatgetragenen Zahnersatz haben möchte und die Situation es erlaubt, kann man Zahnimplantate einsetzen und somit wird Tragekomfort und Sicherheit für den Zahnersatz vorhanden sein. Es gibt auch spezielle Zahnimplantate, die man bei Knochenschwund im Oberkiefer einsetzen kann, das sind die sogenannten Zygoma-Implantate. Eine andere aber sehr häufig verwendete Alterrnative ist das All-on-4 System, oder All-on-6. Bei diesem implantatgestützten Zahnersatz wird auf 4 Implantaten eine Prothese verankert mit einer Stegkonstruktion, die den Zahnersatz hält. In einigen Fällen kann die gleiche Technik und Konstruktion mit 2, 6 oder mit 8 Zahnimplantaten auch durchgeführt werden.